Alpenveilchen im Garten

Nicht nur als Zimmerpflanze überzeugt die Cyclame. Mit dem Europäischen und dem Efeublättrigen Alpenveilchen stehen zwei Arten zur Verfügung, die auch mäßig winterhart sind. In einigen Regionen in Österreich mit milderem Klima findet man sie im Wald. Beim Gärtner erhält man entweder Pflanzen oder Zwiebeln, die man am besten unter Gehölze oder etwas geschützt bei Mauern anpflanzt. Beide haben eine sehr eigenwillige Art, sich weiter zu verbreiten, denn nach der Befruchtung fällt die Blütenkrone ab und der Blütenstängel rollt sich mit der Samenkapsel zu einer Spirale zusammen. In diesem Zustand bleibt die Samenkapsel auf dem Boden bis zur Samenreife liegen. Irgendwann platzt die Kapsel und gibt die Samenkörner frei, an denen sich ein klebrig-süßes Anhängsel befindet. Diese Anhängsel (Elaiosomen) sind
die Leibspeise von Ameisen, die die Samen jetzt schnell in ihren Bau schleppen und so für eine weite Verbreitung der Alpenveilchen sorgen. Damit zählen die Cyclamen zu den Vagabunden im Garten.

Pflege

 Alpenveilchen brauchen nur wenig Pflege. Am liebsten stehen sie in einem hellen, gut belüfteten Raum und werden nur mäßig gegossen. Damit die Blüte länger hält, kann man die Pflanzen auch über Nacht
(solange es nicht friert) ins Freie stellen. Welke Blätter und Blüten entfernt man einfach durch Drehen des Stiels. Nach der Blüte kommt es zu einer Ruhephase. In dieser Zeit stellt man das Gießen ein und
entfernt die trockenen Blätter. Im September kann man wieder mit dem Wässern beginnen, und mit etwas Glück treiben neue Blätter aus.

Ein Traum in Pastell
Cyclamen verführen zum Träumen.

Wenn draußen fast nichts mehr blüht, zaubern die Alpenveilchen bunte Tupfer in Rosa, Violett, Weiß oder Rot auf die Fensterbänke. Durch neue Sorten haben sie den altmodischen Touch verloren.
Wegen ihrer Knolle, mit der sie auch widrigen Bedingungen standhalten kann, ist die Cyclame die Blume der tiefen Liebe. „Ihre Schönheit verwirklicht und nährt meine Verzweiflung“,  oder auch „Ich liebe das, was selten und schwer zu bekommen ist“, wurde ihr zur Ehren einst gedichtet.
Cyclamen zählen zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Es gibt rund zwanzig Arten. Die am weitesten verbreitete ist das Alpenveilchen (Cyclamen persicum).

Es stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde am Ende des 16. Jahrhunderts in Frankreich eingeführt. Im 19. Jahrhundert kam es zu den ersten Hybridzüchtungen, mit mehr Farbtönen und größeren Blüten.
Heute wird das Zimmeralpenveilchen in einer großen Vielfalt an Blütenfarben und -formen angeboten. Gefranste oder zweifarbige Blüten und eine breite Farbauswahl von Weiß über Zartrosa bis Dunkelrot lassen die Herzen der Sammler höher schlagen. Außerdem gibt es Blüten in allen Größen – mini, midi oder maxi. Im Gegensatz zum Europäischen Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) und zum Efeublättrigen Alpenveilchen oder Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) verträgt das Zimmeralpenveilchen nur leichten Frost bis –2 °C.

Es kann daher auch für herbstliche Trogbepflanzungen in Kombination mit Heidepflanzen, Chrysanthemen oder Gräsern auf Balkon, Terrasse oder vor dem Hauseingang verwendet werden, im Garten wird es den Winter jedoch nicht überstehen.

 

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