27.03.2012 | Buchs und Buchsersatzpflanzen

Garten Bayer, Baumschulgasse 1-4, 8230 Hartberg

Angelika: Neben den vielen Frühlingsblühern ist der Buchs mit seinem satten Grün seit jeher ein Fixpunkt in jedem Garten und gehört in jeden „Osterbuschen“ – so wie in diesem da…
(wir bereiten einen Osterbuschen mit Buchs, Palmkätzchen und Ostereiern an Bändern vor)
Die Freude ist aber etwas getrübt, warum?


MB: Der Buchs ist ein absoluter „Klassiker“ und einer der meistverwendeten Pflanzen in der modernen formalen Gartengestaltung genauso wie im bunten Bauern- und Landhausgarten.
Leider hat der aus Ostasien eingeschleppte Buchsbaumzünsler viele der bisher als völlig problemlos bekannten Buchs befallen – es gibt Gegenden in Österreich, wo schon die Mehrzahl der Pflanzen befallen ist. Jetzt im März beginnen die überwinternden grün-schwarz-weiß gestreiften Raupen ihren Reifefraß, der an buchtig angenagten Blättern erkennbar ist und die Pflanzen enorm schwächen kann und bis zum Absterben der Pflanzen führt. Es gibt meist 3 Generationen übers Jahr…


Angelika: Was kann der Gartenbesitzer tun?
MB: wichtig ist gerade jetzt die gründliche Überprüfung der Pflanzen: im Inneren sieht man deutlich dichte Gespinste, in denen die Raupen ihren Fraß beginnen. Sieht man die Raupen schon, diese entfernen bzw. kann gegen diese mit speziellen Mitteln gründlich und mit hohem Druck triefend nass gespritzt werden. Pyrethrummittel (Wirkstoff der Chrysantheme) und das in Österreich zugelassene Calypso wirken – aber auch Bacillus thuringiensis kann als umweltfreundliche Alternative eingesetzt werden.


Angelika: Ist deshalb von Buchs abzuraten?
MB: keinesfalls, kauft man gesundes Pflanzmaterial in einer österreichischen Baumschule und kontrolliert laufend, wird man Buchs weiterhin verwenden und erhalten können.
Angelika: Was gibt’s noch für immergrüne Möglichkeiten?
MB: Es gibt sehr gute Alternativen: der kleinlaubige Zwergilex (Ilex crenata) ist für den Laien kaum vom Buchs zu unterscheiden und gut schnittverträglich. Größere Kugeln und Pyramiden kann man auch aus der extrem schnittverträglichen Eibe formen. Und für Tröge, Beete gibt es eine Unzahl von interessanten Zwerg – Nadelgehölzen, die ebenso ganzjährig sind und Freude machen und winterhart sind wie z.B.: …………..

TIPP von Angelika: alle Immergrünen lieben humosen Boden und organisch – nachhaltige Düngung. Kompostgaben und Hornspäne mit Magnesium sorgen für gesundes Wachstum und sattgrüne Färbung!

 

Zuschauer Frage: Ein Herr aus Eisenerz kämpft mit einer kleinen Schale die er winterhart bepflanzen möchte. Was kann er tun.


Antwort von Angelika Ertl:  

Grundsätzlich in so kalten Gebieten, verwenden  Sie so winterharte Pflanzen nur im Garten setzen Sie diese in den Mutterboden oder in eine sehr große Schale wo die Wurzeln am Rand im Winter nicht abfrieren können, wickeln Sie die Schale noch zusätzlich ein. Ansonsten empfehle ich für die kleine Schale (wie in der Sendung gezeigt wird) Zwergkiefern, die halten auch in sehr kalten Gegenden.

 

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