25.10.2011 | Allerheiligen

Gärtnerei Posch, Judendorfer Str. 14, 8112 Gratwein

Liebe kennt keine Grenzen, sie überwindet selbst den Tod: Verstorbene, denen wir in Liebe zugetan waren, tragen wir stets in unseren Herzen, das Gedenken an sie ist Teil unseres Lebens.

Diesem Gedenken auch äußerlich Ausdruck zu verleihen, ist eine Geste des Respekts und der Verehrung gegenüber den Verstorbenen, aber auch wohltuend und heilsam für die Hinterbliebenen.

Im christlichen Brauchtum ist Allerheiligen ein wichtiger Tag des Totengedenkens: Am 1. November gedenken Menschen weltweit nicht nur der Heiligen, denen dieser Tag ursprünglich galt, sondern aller Verstorbenen.

Seit einigen Jahren erfährt die Grabgestaltung jedoch eine Neuinterpretation, die sich auch in den Allerheiligengestecken widerspiegelt: Man gedenkt der glücklichen Stunden, die man mit dem oder der Verstorbenen verbringen durfte, erinnert sich an fröhliche Momente, gemeinsames Lachen und das Gefühl der Geborgenheit, das man beieinander fand.

Vor diesem Hintergrund wählen viele Menschen romantisch angehauchte Gestecke in kräftigeren Farben, lassen sie in Herzform fertigen oder mit Accessoires, wie kleinen Engelsstatuen oder Spruchsteinen, verzieren.

Grundsätzlich gilt jedoch: Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch, nur das individuelle, liebevolle Andenken an einen besonderen Menschen.
Steht der Trauergedanke im Vordergrund, wird das Gesteck oder der Kranz in der Regel in pietätvoll zurückhaltenden Farben gestaltet: Warme Erdtöne, Braun und Grau dominieren bei dieser klassischen Variante.

Der Gedenkkranz, eine Form voller Symbol und Inhalt
Eine beliebte Symbolform für das Grab stellt der Kranz (ohne Anfang und Ende) dar.
Das Wort Kranz leitet sich vom lateinischen Corona ab, dem Strahlenkranz bei einer vollkommenen Sonnenfinsternis. Ein Gedenkkranz sollte also etwas sein, das dem bewussten Schmerz bei dem Verlust eines Menschen durch den Tod in Ringform Ausdruck verleiht.

Der Kranz ist seit den Ägyptern belegt, wobei er dort eher in Verbindung zu den Beisetzungsriten zu sehen ist, wie etwa der Rechtfertigungskranz, der wichtig für die Reise in die Ewigkeit war. In der römischen Antike spielt der Kranz eine ganz besondere Rolle bei den Beisetzungen. Der Kranz fand aber besonders als Gedenkkranz Anwendung, wie z.B. der Lorbeer oder Blütenkranz, der an Gedenk- und Grabstätten niedergelegt oder gehängt wurde. Die Griechen gaben ihren Toten Myrthenkränze und streuten Lilien auf die Gräber.

Erst in der Renaissance, mit der Wiedergeburt der Antike, tauchen Kränze als Ausdruck der Erinnerung an einen Toten wieder auf. Besonders als Huldigung gegenüber Künstlern, wie z.B. der Lorbeerkranz. Den Kranz zu Gedenktagen für Tote noch zusätzlich mit einem Schmuck zu versehen ist hingegen eine verhältnismäßig junge Entwicklung.

Der Kranz gilt als der letzte Ausläufer des Glaubens, dass die Seele im Jenseits Trost brauche. Beim Grabschmuck akzeptiert man durch gebundene, bepflanzte, gewundenen oder gesteckten Kränze aus verschiedenen pflanzlichen Materialien wie z.B. immergrünen Zweigen, Gräsern, Alpenveilchen, Purpurglöcken den Aspekt der Vergänglichkeit.
Sempervivum steht aber eigentlich für das ewige Leben; lat.: semper vivum = immer lebend. Die Aster wird im Volksbrauchtum auch Allerseelenblume genannt.

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