11.09.2012 | Der Ginko & Blumenzwiebeln setzen

Pflanzenparadies Micko, Rosengasse 21, 8501 Lieboch-Schadendorf

Die Geschichte des Gingkos begann im Perm, vor ca. 250 Millionen Jahren, als weite Teile Europas noch von einem Urmeer überzogen waren. Erst 100 Millionen Jahre nach dem Ginkgo traten die ersten Laubbäume in Erscheinung.

Er überlebte die Entwicklung der Dinosaurier, der ersten Vögel und sah Mammuts kommen und gehen. Im Tertiär, vor ca. 30 Millionen Jahren war der Gingko auch in Mitteleuropa weit verbreitet. Aber auch wie z. b. der Tulpenbaum wurde er durch Eiszeiten in andere Regionen verdrängt.

Weder Laub- noch Nadelbaum

Der Gingko hat als Baum eine botanische Sonderstellung. Neben Palmfarnen ist er die einzige Pflanze, die selbstständig schwimmende Spermatozoiden besitzt. Das ist bei Pflanzen eine sehr ursprüngliche Entwicklung.
Der Baum bildet Lang- und Kurztriebe und die fächerförmigen Blätter haben sehr schöne Gabelnerven. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die weiblichen Pflanzen bilden lang gestielte, mirabellenähnliche Früchte, von denen auch der Name Ginkgo abgeleitet wurde (aus dem sinojapanischen Ginkyo - es handelt sich um eine Kombination der Schriftzeichen gin = Silber und kyo = Aprikose). Da die Früchte in reifen Zustand stark nach Buttersäure riechen, sind im Handel normal nur männliche Pflanzen in Vermehrung.

Nutzung des Gingkos in der Medizin

Anders als bei uns in Europa werden in Asien hauptsächlich weibliche Pflanzen gezogen um die Samen ernten zu können. Sie werden neben Blättern und Wurzeln zu Heilzwecken verwendet. Gefördert werden durch Ginkgoextrakte vor allem die Neurotransmitter und die Fließeigenschaften des Blutes.

Wuchsformen und Verwendung

Die ursprüngliche Art Ginkgo biloba wächst auch in unseren Klimaten zu einem stattlichen Baum heran. Große Exemplare z.B. im Botanischen Garten Wien Schönbrunn haben eine Höhe von ca. 20 m und einen Stammdurchmesser von mehr als einem Meter.
An sehr alten Bäumen, die bereits mehrere hundert Jahre auf dem Buckel haben, ist auch eine faszinierende „Stelzenwurzelbildung“ zu sehen (sogenannte Tschitschis).

Im Hausgarten ist der Gingko sehr gut zu verwenden, weil er in den ersten 30 - 40 Jahren ein eher langsames Wachstum an den Tag legt und so nicht gleich zu einem Riesen heranwächst. Das Laub verfärbt sich im Herbst wunderschön goldgelb. Der Gingko bekommt in Mitteleuropa eigentlich keine Krankheiten und ist gut hitzeverträglich. Der Boden sollte allerdings nicht zu steinig sein.

Im Laufe vieler Jahrzehnte wurden aber neben der normalen Wuchsform viele Sorten ausgelesen. Folgende Sorten haben wir für Sie im Sortiment:



Zwergförmige/Kugelförmige Sorten
Kronendurchmesser bis ca. 1,50 Meter, zu verwenden für Trogbepflanzungen, im Vorgarten und im Alpinum
G.b. Annys Dwarf, Globosa, Mariken, Troll

Ginkgos mit einer breiten/hängenden Krone
Kronendurchmesser bis 4 m - sehr gute Schattenschirmbäume
G.b. Horizontalis, Pendula

Säulenförmige Sorte
Gut geeignet für Hauseinfahrten und bei engen Plätzen
G.b. Princeton Sentry



Hier ist noch Goethes Gedicht über den Ginkgo:

Dieses Baumes Blatt,
der von Osten
einem Garten anvertraut
Gibt geheimen Sinn zu kosten
wie' s den Wissenden erbaut.

Ist es e i n lebendig Wesen
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen
dass man sie als e i n e s kennt?

Solche Frage zu erwidern
fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern
dass ich e i n s und d o p p e l t bin?

 

Zuschauerfrage: Welche Pflanzen sind jetzt eine Bienenweide:


Antwort von Angelika Ertl:


Die sieben Söhne des Himmels, die Bienennahrung schlechthin:
Die Campsis
Bartblume mit den wunderschönen blauen Blüten,
Blauraute
Alle Sedum Arten
Astern und auch der Bleiwurz!

Silberkerze und die Herbstanemone
 

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